Freiwillige Naturschutzleistungen in Kiesgruben und Steinbrüchen

2007 schloss die Stiftung mit den kantonalen Natur­schutz­behörden (ANF) eine wegweisende Branchen­vereinbarung ab. Sie verpflichtet sich darin zu umfangreichen Natur­schutz­leistungen in den Abbau­stellen und Deponien sämtlicher Mitglieder.

Die Natur­schutz­arbeit an den 100 einbezogenen Stand­orten läuft auf einem professionellen Niveau ab (siehe Hand­buch) und ist auf die allgemeine Förderung der Bio­diversität und den Erhalt von stark bedrohten Amphibien­arten und der Ufer­schwalben fokussiert. Für die konkrete Umsetzung wurden zusammen mit den Behörden entsprechende Muster erarbeitet (UVB und ÜO).

Dank einer konsequenten Umsetzung konnten bereits im ersten Controlling­bericht 2012 gute Resultate präsentiert werden. Der zweite Kontrollbericht 2017 bestätigt das gute Funktionieren der Vereinbarung.

Leistungen der Branche und ihrer Mitglieder:

  • Quantität: 15% aller genutzten Flächen werden natur­nah belassen bzw. gestaltet
  • Qualität: Erreichen von standort­spezifischen Natur­schutz­zielen (Standort­management)
  • Erfolgs­kontrolle: alle 5 Jahre
  • Nach dem Abbau: Bemühen um einen Beitrag an die ökologische Vernetzung

Gegenleistungen ANF:

  • Verzicht auf Unter­schutz­stellungen von während des Abbaus entstandenen Natur­werten
  • Verzicht auf ökologischen Ausgleich nach dem Abbau

Die Vereinbarung und deren Umsetzung unterstehen einem laufenden Optimierungs­prozess. Dieser wird von einer Steuerungs­gruppe, der VertreterInnen der Behörden und der Branche angehören, geleitet.

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